DE  |  FR

Lehrplan 21: Kindern und Jugendlichen eine Stimme geben

28 Juni 2013

Mitspracherecht, Medienkompetenz und nachhaltige Entwicklung – diese Themen sollen im Lehrplan 21 verankert werden. Das fordert die Bildungskoalition NGO, ein Netzwerk von 32 nationalen Nicht-Regierungsorganisationen. Als wichtige Akteurin ist sie ab heute zusammen mit weiteren Anspruchsgruppen dazu eingeladen, zum letzten Entwurf des Lehrplans 21 Stellung zu nehmen.

Kinder und Jugendliche sollen mitreden können, wenn es um die Zukunft der Schule geht. Dies ist eines der Anliegen, für die sich die Bildungskoalition NGO einsetzt, wenn der Lehrplan 21 in eine letzte Konsultation geht. Das Mitspracherecht soll im neuen Lehrplan verankert werden, zum Beispiel in Form eines Schülerrates, der in allen Schulen verbindlich eingerichtet wird. Zudem verlangt die Bildungskoalition, dass zukunftsorientierte Themen wie Medienkompetenz und nachhaltige Entwicklung mit verbindlichen Zeitfenstern und klaren Kompetenzen im neuen Lehrplan der Deutschschweiz abgebildet werden. „Denn die Schule hat zum Ziel, Kinder in ihrer Entwicklung zu verantwortungsbewussten Erwachsenen zu unterstützen und sie auf die Herausforderungen der heutigen Arbeitswelt vorzubereiten“, sagt Ueli Bernhard, Geschäftsführer der Bildungskoalition NGO. Und dazu gehören nebst den wichtigen, klassischen Fachkompetenzen wie Deutsch und Mathematik auch Kompetenzen in den Bereichen Umwelt, Menschenrechte und Gesundheit sowie ein bewusster und sinnvoller Umgang mit Medien. 

 

Um den Anliegen von Kindern und Jugendlichen in Bildungsfragen eine kraftvolle Stimme zu geben und junge Menschen auf die Herausforderungen des Arbeitslebens umfassend vorzubereiten, haben sich 32 Nicht-Regierungsorganisationen der Schweiz mit insgesamt über 2 Millionen Mitgliedern zusammengeschlossen. Im Netzwerk Bildungskoalition NGO sind grosse Jugend-, Gesundheits- und Menschrechtsorganisationen, Hilfswerke und Umweltverbände wie beispielsweise die Union der Schülerorganisationen USO, die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände SAJV, Pro Juventute, WWF, Greenpeace, Amnesty International, Alliance Sud und Public Health vereint. Das Projekt eines gemeinsamen Lehrplans für die Volksschule der deutsch- und mehrsprachigen Kantone unterstützt die Bildungskoalition NGO im Grundsatz sehr. Dabei soll die Chance genutzt werden, eine zukunftsorientierte Bildung voranzutreiben. Im Rahmen der letzten Konsultation wird auch die Bildungskoalition NGO ihre Position verfassen. Gemeinsam mit einer unabhängigen Studie zu den Wünschen von Jugendlichen an Schule und Bildung, die zurzeit in Arbeit ist, wird sie ihre Position Ende Oktober veröffentlichen. 

FEINHEIT Grafik Zürich – CI/CD, Webdesign, Flash, Webshop, XHTML/CSS