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Lehrplan 21: Bildungskoalition NGO reicht Stellungnahme ein

16 Dezember 2013

Ende Jahr läuft die Vernehmlassungsfrist des Projektes «Lehrplan 21» ab. Im Auftrag ihrer Mitglieder hat die Bildungskoalition NGO nun ihre Stellungnahme bei der Deutschweizer Erziehungsdirektoren-Konferenz (D-EDK) eingereicht.

Die Bildungskoalition NGO hat diese Woche ihre Stellungnahme zum Lehrplan 21 abgegeben. Die Vernehmungslassungsfrist des Projektes zur Einführung des Deutsch-Schweizer Lehrplanes läuft Ende Jahr aus. In ihrem 46-seitigen Schreiben nehmen die Nicht-Regierungsorganisationen detailliert – und klar Stellung.

 

In ihrem Schreiben begrüsst die Bildungskoalition NGO die Grundzüge des Lehrplans 21. Die rund 30 Jugend- und Gesundheits-, Menschenrechtsorganisationen, Hilfswerken und Umweltverbände unterstützen die Bestrebungen zur Harmonisierung des Bildungsraums Schweiz. Und dennoch: Im aktuellen Entwurf sehen sie auch viel Verbesserungspotential.

 

So kritisiert die Bildungskoalition NGO beispielsweise, dass in den rechtlichen Grundlagen die Grundrechte von Kindern und Jugendlichen fehlen. Das Mitspracherecht der Jugend soll verbindlich in den Bildungszielen des Lehrplans verankert werden.

 

Auch setzt sich die Bildungskoalition NGO für die Zusammenarbeit von Schule und ausserschulischen Lernorten ein, fordert mehr Bildung im Bereich Nachhaltigkeit – und einen grösseren Fokus auf vernetztes Lernen. Nach der Organisation sollten auch Energie-, Ressourcenfragen und Menschenrechte gestärkt werden. Und: Schülerinnen und Schüler sollten besser in Konsumfragen ausgebildet werden.

 

Die detaillierte Stellungnahme der Bildungskoalition NGO wird nun von den Deutschschweizer Erziehungsdirektorinnen und -direktoren bearbeitet. Der Lehrplan der 21 Deutschweizer Kantone wird voraussichtlich im Herbst 2014 zur Einführung vorgeschlagen.

 

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