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Für eine glaubwürdige und transparente Akkreditierung von Hochschulen

10 November 2014

Das neue Hochschulförderungsgesetz regelt die Akkreditierung von Universitäten, Fachhochschulen und Pädagogischen Hochschulen in einem neuen Verfahren. Damit die Chancengleichheit, die Mitwirkung und die Nachhaltigkeit nicht auf der Strecke bleiben, sollen die Qualitätsstandards des neuen Gesetzes konsequent umgesetzt werden.

Artikel 30 des Hochschulförderungs- und -koordinationsgesetzes HFKG nennt die Qualitätskriterien für die institutionelle Akkreditierung von Hochschulen. Damit eine Hochschule als Institution akkreditiert wird, soll sie über ein Qualitätssicherungssystem verfügen, welches u.a. Gewähr bietet, dass den Hochschulangehörigen angemessene Mitwirkungsrechte zustehen, die Aufgaben so erfüllt werden, dass die Chancengleichheit gefördert wird, und die Hochschulen im Einklang mit einer wirtschaftlich, sozial und ökologisch nachhaltigen Entwicklung erfüllt werden.
Die Bildungskoalition NGO fordert klare und transparente Standards, sowie dass diese neuen Qualitätskriterien in der Praxis gelebt und in der Berichterstattung ausgewiesen werden. Die Hochschulakkreditierungsrichtlinien müssen so ausgestaltet werden, dass diese die gesetzlichen Ansprüche erfüllen. Dazu gehören folgende Voraussetzungen:


Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagement von Hochschulen


Die Hochschulen verfügen in Zukunft über ein Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagement als Teil der internen Qualitätssicherung. Dieses Instrument garantiert die strategischen Ziele, die Umsetzung von Massnahmen und die Evaluation der institutionellen Qualitätsstandards im Bereich der Chancengleichheit, Mitwirkung von Hochschulangehörigen und der Nachhaltigkeit. Es ist vergleichbar mit dem Nachhaltigkeitsstandard, den Forschungsinstitutionen wie die KTI und der SNF gemäss Art. 60 der Verordnung des Forschungs- und Innovationsförderungsgesetzes FIFG leisten müssen. Umwelt- und Nachhaltigkeitsberichte sind nicht nur in der Wirtschaft im Trend, sie werden auch weltweit von Hochschulen angewandt.


Compliance Regeln und Regelüberwachung in Hochschulen und Wissenschaft
Zur Qualitätssicherung gehört auch der Aufbau einer professionellen Compliance im Wissenschafts- und Hochschulsektor. Massnahmen zur Einhaltung gesetzlicher, regulatorischer und ethischer Hochschulstandards, zur Transparenz über die Herkunft und die Verwendung der finanziellen Mittel, zur Korruptionsprävention und Integrität von Verträgen mit Dritten, zu ethischen Standards der wissenschaftlichen Unabhängigkeit und Redlichkeit, zur Steuerhinterziehung von Mandaten, zum Umgang mit Nebentätigkeiten und Verwaltungsratsmandaten von Hochschulangehörigen, zur IT-Compliance und zum Risikomanagement sollen die Glaubwürdigkeit der Hochschulen in der Öffentlichkeit stärken und Hochschulrisiken früh erkennen und vermeiden.
 
Neue Gütesiegel für innovative Studienprogramme und Infrastrukturen in Nachhaltigkeit und Chancengerechtigkeit
Der Akkreditierungsrat soll die Möglichkeit erhalten, für besondere Leistungen von Hochschulen in der Mitwirkung von Studierenden, für hindernisfreie Hochschulen (Umsetzung der Behindertenrechtskonvention), für die Chancengerechtigkeit und für die Nachhaltigkeit von Studienprogrammen ein eigenes Qualitäts- und Gütesiegel zu verleihen. Gütesiegel für besondere Qualitätsstandards fördern die Profilbildung in der internationalen Positionierung von Hochschulen.

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